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US-Sammelklage gegen Instagram

Demgegenüber haben Snapchat und Instagram deutlich auf je 67 Prozent zugelegt - und damit Facebook zum ersten Mal überflügelt.
Die US-Anwaltskanzlei Finkelstein und Krinsk haben Klage gegen die Facebook-Tochter Instagram eingereicht. (Bild: Keystone)Quelle: Keystone

Für Instagram gibt es heftigen Gegenwind: Der von Facebook geschluckte Foto-Dienst hatte neue Nutzungsbedingungen aufgestellt, durch die sich die Nutzer massiv in ihren Rechten beschränkt sehen. Nun gibt es eine Sammelklage in den USA.

Veröffentlicht am 25.12.2012

Gegen die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen des Online-Fotodienstes Instagram ist in den USA eine Sammelklage eingereicht worden. Wie die kalifornische Anwaltskanzlei Finkelstein und Krinsk mitteilte, reichte sie die Klage gegen die Facebook-Tochter bereits am Freitag bei einem Bundesgericht in San Francisco ein.

«Instagram nimmt seinen Nutzern ihre Rechte, während es sich selbst von jeder Verantwortung abschirmt», heisst es in der Klageschrift. Die neuen Nutzungsregeln sahen unter anderem vor, dass die von Instagram-Nutzern veröffentlichten Fotos weltweit und kostenfrei für Werbungen auf Instagram- und Facebook-Seiten genutzt werden dürfen.

Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte Instagram vor einer Woche allerdings zurück. «Um es deutlich zu sagen: Wir haben nicht die Absicht, Eure Fotos zu verkaufen», erklärte Mitbegründer Kevin Systrom. «Wir besitzen Eure Fotos nicht, das tut Ihr.»

In der Klageschrift heisst es jedoch, Instagram habe seine Pläne nicht vollständig zurückgenommen, sondern die Regeln nur zu PR-Zwecken umformuliert. Ausserdem solle sichergestellt werden, dass Instagram-Nutzer, die sich von dem Onlinedienst abwendeten, weiterhin alle Rechte über ihre dort veröffentlichten Bilder behielten.

Die Anwaltskanzlei hob ausserdem hervor, dass sich zehntausende Instagram-Nutzer im Bundesstaat Kalifornien der Sammelklage anschliessen könnten. Der Instagram-Mutterkonzern Facebook erklärte am Montagabend (Ortszeit) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, die Klage sei «wertlos». «Wir werden sie energisch bekämpfen.»

(aho/awp)

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