Ab Mitte Januar 2013 kann Instagram Nutzerdaten mit Facebook teilen – dies geht aus der neuen Datenschutzerklärung hervor, die der Foto-Dienst gemeinsam mit aktualisierten Nutzungsbedingungen veröffentlicht hat. «Die überarbeiteten Richtlinien sollen Instagram helfen, leichter als Teil von Facebook zu funktionieren», heisst es auf der IT-Nachrichten-Seite «Heise».

Seither ist die Verwirrung gross: «Instagram schnappt sich Nutzer-Fotos», schreibt beispielsweise die Boulevard-Zeitung «Bild» - und folgert, dass der Online-Bilderdienst die Fotos zu Werbezwecken auch an Dritte verkaufen darf, «ohne dass die Besitzer darüber informiert werden, widersprechen können oder eine finanzielle Entschädigung erhalten».

In der Tat hält sich Instagram mit der Datenschutzerklärung offen, Nutzerinhalte und Informationen beispielsweise aus Cookies, Geräte-IDs, Ortsdaten oder Nutzungsdaten mit Facebook zu teilen. Dies solle unter anderem dabei helfen, besser auf Spam oder Systemprobleme reagieren zu können, so der Bilderdienst. «Nichts habe sich geändert was die Rechte an den Bildern angehe», wird Instagram auf «Heise» zitiert.

 

«Instagram nicht im ‹Foto-Verkaufsbusiness›»

Fakt ist allerdings, dass eine erweiterte Passage in den neuen Nutzungsbedingungen Instagram das Recht einräumt, bei Werbeaktionen den Nutzernamen, das Nutzerbild und Fotos anzuzeigen ohne den Nutzer dafür zu bezahlen. «Der Abschnitt scheint sich auf die Darstellung bestimmter Nutzer-Inhalte auf Instagram bei einer Nutzer-Teilnahme an Werbeaktionen zu beschränken – ein Verkauf von Bildern durch Instagram, wie mancherorts befürchtet, ist dadurch nicht abgedeckt», so «Heise».

Mittlerweile hat sich Tina Kulow, Pressesprecherin von Facebook Deutschland, zu Wort gemeldet: «Instagram ist nicht in dem ‹Foto-Verkaufsbusiness›. Alles andere ist Spekulation.»

(vst/tno)

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