Apple hat nach dem Sieg im kalifornischen Patentprozess gegen Samsung ein Verkaufsverbot für acht Smartphone-Modelle des südkoreanischen Rivalen beantragt. Darunter sind vier Varianten des Telefons Galaxy S2, wie aus am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Es ist für Samsung sehr wichtig als günstigeres Top-Gerät.

Die Geschworenen in dem US-Prozess hatten die Verletzung von Apple-Patenten durch mehr als 20 Samsung-Smartphones festgestellt. Viele davon spielen am Markt aber kaum noch eine Rolle, da die Klage von Frühjahr 2011 stammt.

Apple hatte sich in dem Prozess nahezu auf voller Linie gegen Samsung durchgesetzt und rund 1,05 Milliarden Dollar Schadenersatz zugesprochen bekommen. Die Südkoreaner wollen weiter gegen die Geschworenen-Entscheidung ankämpfen.

Samsung-Titel abwärts, Apple auf Höchststand

Die Samsung-Aktie ist nach der Niederlage an der südkoreanischen Börse um knapp 8 Prozent eingebrochen. Der Börsenwert des südkoreanischen Elektronik-Riesen fiel damit allein am Montag um rund 12,5 Milliarden Dollar. Im Börsenverlauf sackte der Kurs sogar noch weiter ab. An der Frankfurt Stock Exchange verlor der Titel von Samsung dagegen lediglich rund 2 Prozent.

Die Apple-Aktie stieg dagegen im frühen Handel an der Wall Street um rund 3 Prozent auf bis zu 680,87 Dollar und damit auf ein neues Allzeithoch. Kurz vor Börsenschluss lag der Kurs noch bei einem Plus von knapp 1,9 Prozent. Seit dem vergangenen Jahr hat sich der Preis in etwa verdoppelt.

Insgesamt kam Apple zum bisherigen Tageshöchststand auf einen Wert von 638 Milliarden Dollar und legte demzufolge um 16 Milliarden Dollar zu. Erst jüngst hatte Apple den Erzrivalen Microsoft als teuerstes börsennotiertes Unternehmen aller Zeiten abgelöst. Der Rekord stammte noch aus Zeiten des Dotcom-Booms Ende 1999.

(tno/sda/awp)

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