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Diese Cebit-Trends stehen vor dem Einzug in unseren Alltag

Diese Cebit-Trends werden uns bald im Alltag begegnen
Cebit: Ein Simulator kombiniert mit einer VR-Brille.  Keystone

3000 Aussteller präsentieren an der IT-Messe Cebit ihre neuen Produkte. Die Aufmerksamkeit gehört 2017 künstlicher Intelligenz, Drohnen und Robotern. Bei letzteren will Deutschland von Japan lernen.

Selbstfahrende Autos und künstliche Intelligenz sind zwei der Hauptthemen der Cebit. Die weltweit grösste Computermesse öffnete am Montag ihre Tore für die Besucher. Auch Schweizer Hersteller präsentieren dem Publikum Produkte.

Die Schweizer Botschafterin in Berlin, Christine Schraner Burgener, eröffnete am Mittag den Swiss Pavilion. Darin stellen sich über 30 Messeaussteller aus der Schweiz vor, darunter Startups, etablierte Unternehmen und Hochschulen.

Japan als Partner bei der Digitalisierung

Schwerpunkt der IT-Messe mit über 3000 Ausstellern aus 70 Ländern sind in diesem Jahr neue Technologien wie Roboter, künstliche Intelligenz und Drohnen. Mit dem traditionellen Rundgang der deutschen Kanzlerin Angela Merkel erfolgte am Morgen der Startschuss für die Besucherinnen und Besucher. In diesem Jahr ist Japan das Partnerland, mit über 70 Ausstellern vor Ort.

Deutschland und Japan haben bei der Digitalisierung eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart. In einer am Sonntag unterzeichneten «Hannover-Deklaration» seien Bereiche der Kooperation definiert worden, sagte der deutsche Staatssekretär Matthias Machnig aus dem Wirtschaftsministerium auf der IT-Messe.

Ähnlicher Weg

Dazu gehörten neben dem autonomen Fahren die künstliche Intelligenz oder die Datenanalytik. «Japan und Deutschland gehen einen ähnlichen Weg in der Digitalisierung», betonte Machnig. Die Zusammenarbeit solle auch in einer digitalen Agenda für der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) münden, der Deutschland aktuell vorsteht.

Schon bei der Eröffnung am Vorabend hatten sich Kanzlerin Angela Merkel und Shinzo Abe, der Ministerpräsident Japans, für eine intensivere Kooperation und einen freien und fairen Welthandel ausgesprochen.

Labor der Zukunft

Ähnlich wie Merkel betonte auch Machnig am ersten Messetag, Europa sei oft langsam bei der Digitalisierung. Ein weltweiter freier Datenverkehr sei für die Digitalisierung wichtiger Eckpfeiler: «Wir brauchen keine Mauern, wir brauchen Offenheit und Zusammenarbeit», sagte er.

«Die Hannover-Deklaration soll die industrielle Kooperation vorantreiben», sagte der Generaldirektor für die Digitalwirtschaft im japanischen Wirtschaftsministerium, Hiyoshi Mori. Es gehe vor allem um die Frage, wie die industrielle Wertschöpfung durch die Digitalisierung vorangebracht werden könnte.

Japan und Deutschland seien beides Spitzenanbieter bei der Automobilproduktion und hätten gerade bei der Entwicklung des autonomen Fahrens viele gemeinsame Fragen und Ausgangspositionen. «Japan ist ein Labor der Zukunft, das wir von hier in Deutschland mit der Lupe anschauen sollten», sagte der Präsident des Digital-Branchenverbands Bitkom, Thorsten Dirks.

Immer an den Menschen denken

Jeder vierte der weltweit führenden Technologiekonzerne habe seinen Sitz in Japan, das Land sei im internationalen Vergleich eine der führenden Nationen beider Digitalisierung. Das gelte auch beim demografischen Wandel, der das asiatische Land früher als Deutschland zur Suche nach Lösungen – etwa durch Pflege-Roboter – gezwungen habe. Fujitsu-Chef Masami Yamamoto betonte, dass bei allen technologischen Umbrüchen der Mensch stets im Mittelpunkt bleiben müsse.

(sda/jfr)

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