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Studie 
Die Zeit der Smartwach bricht jetzt an

Die Uhrenbranche setzt immer stärker auf smarte Zeitmesser. Eine Studie zeigt nun: Die Taktik dürfte sich bezahlt machen. In den nächsten vier Jahren soll sich der Markt für Smartwatches verdoppeln.

Von Gabriel Knupfer
2017-03-24

Der Markt für Smartwatches wird sich innert wenigen Jahren verdoppeln. Das zeigt eine neue Studie des Analysehauses CSS Insight. Werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 43 Millionen intelligente Uhren weltweit verkauft, dürfte dieser Wert im Jahr 2021 doppelt so hoch sein. Diese Prognose wagt CSS Insight aufgrund von zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Industrie und ihren Zulieferern.

Für CSS-Insight-Analyst George Jijiashvili ist klar: Die Apple Watch war der Wegbereiter für die Smartwatch-Industrie. «Ihr Erfolg brachte die traditionellen Hersteller dazu, in den Markt einzusteigen. Fossil, Guess Watches und TAG Heuer gehörten zu den ersten, welche diese Chance wahrnahmen.» Eine andere Studie der Researchfirma IDC kam jüngst zum Schluss, der Markt für Smartwatches werde in den kommenden vier Jahren sogar mehr als verdoppeln.

Apple und Samsung setzen auf Fitness-Funktionen

Die optimistischen Prognosen dürfte viele Schweizer Uhrenbauer freuen: Die Branche setzt immer stärker auf die smarten Zeitmesser. Erst in der vergangenen Woche präsentierte Tag-Heuer-Chef Jean-Claude Biver sein neues Modell Connedcted Modular 45. Bei der neuen Uhr können digitale Technik und mechanisches Uhrwerk nach Belieben ausgetauscht werden (siehe Bildergalerie oben).

Auf dem Vormarsch sind gemäss der neuen CSS-Studie auch Fitnessuhren von Herstellern wie Garmin, TomTom, Polar und Suunto. Diese Entwicklung hätten auch Techkonzerne wie Apple und Samsung erkannt, so Jijiashvili. Sie würden deshalb selbst immer mehr Fitness-Funktionen in ihre Smartwatches einbauen.



«Smartwatch-Hersteller sind auch wegen der Stagnation bei den normalen Fitness-Armbändern optimistisch für ihre Branche», sagt Jijiashvili. Doch das grösste Segment ist ein anderes: Laut CSS Insight dienen die meisten verkauften Smartwatches dazu, dass Eltern ihre Kinder tracken können. Und dies, obwohl das Phänomen hauptsächlich auf China beschränkt ist.

Kinder-Smartwatches sind der Renner

In China sollen 2016 gemäss CSS Insight 16 Millionen Kinder-Smartwatches verkauft worden sein. «Firmen wie BBK, Huawei, LeEco, ZTE und andere verbuchten mit diesen Uhren grosse Erfolge und wir erwarten, dass der Markt bis 2021 auf über 25 Millionen Einheiten wachsen wird.

Die Prognose von CSS Insight ist Teil einer grösseren Wearables-Studie. Der Gesamtmarkt von Fitnessbändern, smarter Kleidung (inklusive Schuhe), Hearables und anziehbaren Kameras soll in den nächsten vier Jahren von 11 Milliarden Dollar auf 17 Milliarden Dollar wachsen (siehe Grafik).

Welche Funktionen den Wert einer Luxusuhr bestimmen, sehen Sie in der Bildergalerie unten:

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