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Das Problem mit dem digitalen Fussabdruck

Das Problem mit dem digitalen Fussabdruck
Fussabdruck: Viele Schweizer wissen nicht, was im Internet über sie zu finden ist. Pixabay

Im Internet hinterlässt jeder Spuren. Doch welche Informationen über die eigene Person tatsächlich im Netz vorhanden sind, wissen viele nicht. Dabei hat der digitale Fussabdruck grossen Einfluss.

Viele Schweizer wissen nicht, was im Internet über sie zu finden ist. Nur jeder zehnte Deutschschweizer überprüft regelmässig seinen digitalen Fussabdruck. Chancen und Risiken für die Karriere werden unterschätzt, wie es in einer Studie heisst, die vom beruflichen Online-Netzwerk Xing in Auftrag gegeben wurde.

Im Internet verfügbare, persönliche Informationen beeinflussen die verschiedensten Lebensbereiche. Der digitale Fussabdruck, wie die Summe dieser Informationen auch genannt wird, gewinnt an Bedeutung, wie Xing in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. So interessieren sich beispielsweise zukünftige Arbeitgeber für die Social-Media-Profile von Bewerberinnen und Bewerbern.

Nur wenige überprüfen sich

Welche Informationen über die eigene Person tatsächlich öffentlich im Internet vorhanden ist, wissen viele nicht. So gaben in der Studie nur 9,5 Prozent der Befragten an, ihren digitalen Fussabdruck regelmässig zu überprüfen, beispielsweise indem sie bei Google nach dem eigenen Namen suchen.

Knapp 50 Prozent tun dies nur selten, wenn sie zufällig daran denken. Knapp 17 Prozent haben sich noch nie darum gekümmert, welche Informationen über sie im Netz vorhanden sind.

Fast jeder Dritte findet unerwünschte Inhalte

Dabei haben 30 Prozent der Befragten bereits einmal Informationen gefunden, die sie lieber nicht öffentlich im Internet sehen würden. Meist sind dies nicht mehr gültige Angaben zur Person und veraltete Social-Media-Profile, gefolgt von Inhalten, die ohne Zustimmung publiziert wurden.

Vor allem jüngere Personen gehen zu häufig sorglos mit persönlichen Informationen um. So erklärten 26 Prozent der Befragten in der Altersgruppe bis 29 Jahre, dass sie im privaten Umfeld bereits online Inhalte geteilt haben, die der Arbeitgeber nicht sehen darf.

Die häufigsten Sünden sind freizügige Fotos, Bilder mit Personen, mit denen man beruflich nicht in Verbindung gebracht werden will oder Fotos, auf denen man offensichtlich zu tief ins Glas geschaut hat.

Chancen für die Karriere

Die Schweizer verkennen die Relevanz ihres digitalen Fussabdrucks für die Karriere, wie es in der Mitteilung heisst. So glauben zwei Drittel der Befragten nicht, dass ihre Aktivitäten in Online-Netzwerken die berufliche Laufbahn beeinflussen.

Experten halten dies für einen Trugschluss. Die öffentlich verfügbaren Informationen bilden Teil eines Gesamtbildes, das sich Arbeitgeber von möglichen neuen Mitarbeitenden machen. Mit einem interessanten Online-Profil und einem insgesamt positiven digitalen Fussabdruck könne man sich von anderen Kandidaten abheben, wird Danica Ravaioli von Adecco Schweiz zitiert.

Für die Studie wurden 506 Interviews mit web-aktiven Personen aus der Deutschschweiz im Alter zwischen 14 und 65 Jahren geführt. Durchgeführt wurde die repräsentative Studie vom Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com AG.

(sda/ccr)

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