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Kowalskys Crashtest: Ein Bild von einem TV

Kowalskys Crashtest: Ein Bild von einem TV
Samsung The Frame: Technik mit Kunstmodus.  Felice Bruno

Samsung bringt mit The Frame endlich eine 
sinnvolle Neuerung auf den Markt für Fernsehgeräte.

Von Marc Kowalsky
25.07.2017, Aktualisiert am 28.07.2017

Zwei Trends charakterisieren die letzten 15 Jahre auf dem Markt für Fernseher: Die Bildschirme werden immer dünner (das kann ich von mir im gleichen Zeitraum nicht behaupten) und immer grösser (das schon eher, mindestens in der Breite). Ein grösserer Bildschirm ist ein Vorteil, solange das Gerät in Betrieb ist. Die anderen 22 Stunden pro Tag ist er ein Nachteil: Das schwarze Loch in der Stube wird damit ebenfalls grösser.

Samsung hat mit dem neuen Gerät The Frame diesbezüglich eine clevere Idee: Der TV wird zum Einrichtungsgegenstand. Und zwar nicht als Designobjekt, sondern weil er sich bei Nichtbetrieb als Gemälde tarnt. «Art mode», Kunstmodus, nennt sich die Funktion: Auf Knopfdruck wird ein Foto als Standbild angezeigt. Nachts oder wenn niemand im Raum ist, schaltet sich das Gerät selbst aus. Kehrt man in die Stube zurück, erscheint das Bild wieder. Die Helligkeit passt sich dabei dem Umgebungslicht an. Bevor jetzt alle Ökofundis gemeinsam aufschreien: Im Kunstmodus liegt der Stromverbrauch bei überschaubaren 40 Watt pro Stunde.

Mit Lösung für die lästigen Kabel

Eine Auswahl von über 100 zum Teil grossartigen Fotos (Landschaften, Architektur, Malerei etc.) liefert Samsung mit, weitere Bilder erwirbt man einzeln oder im Abo. ­Natürlich können Sie auch ­eigene Fotos verwenden. Konfiguriert wird das Ganze über eine App, die dankenswerterweise nicht nur auf Samsung-Handys, sondern auch auf dem iPhone läuft.

Mein Testgerät kam mit dunklem Metallrahmen daher und hätte gut in eine Loft gepasst, man kann The Frame aber auch personalisieren mit verschiedenen Rahmen in weissem, beigem oder Walnussholz. Mitgeliefert wird eine superschlanke Halterung, die es erlaubt, den TV bündig an die Wand zu montieren. Bleibt noch das Problem mit den Kabeln, das die Illusion des Bildes stören könnte. Auch hier hat Samsung eine clevere Lösung: Die Signale werden über ein hauchdünnes, transparentes Glasfaserkabel quasi unsichtbar von einer Steuerbox zum TV ge­leitet. Den Strom muss man separat einspeisen, Perfektionisten zapfen dafür eine Elektroleitung in der Wand an.

Sound überzeugt

Technisch basiert The Frame auf der Serie 6 von Samsung, ist also obere Mittelklasse. Android-Steuerung, 4K-Auflösung und HDR gehören da inzwischen zum Standard, die Farben wirken natürlich, der Kontrast ist hoch. Richtig gut gefallen hat mir der Sound: Weil das Gerät mit 4,25 Zentimetern relativ dick ist (was bei einem Bild an der Wand nicht stört), passen auch kräftigere Lautsprecher mit 40 Watt Leistung rein.

Fazit: Clevere Idee, sauber umgesetzt, dazu solide Technik: Wer einen TV will, der nicht wie ein TV aussieht, ist bei The Frame richtig.

Samsung The Frame (55 Zoll)
Info: www.samsung.ch
Preis: 2199 Franken

Bewertung: ★★★★

 Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

 

Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: 
Seit 30 Jahren fühlt er den 
neusten IT-Produkten auf den Zahn.

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