1. Home
  2. Lifestyle
  3. Gadgets
  4. Kowalskys Crashtest: Die Ruhe selbst

Multimedia 
Kowalskys Crashtest: Die Ruhe selbst

Kowalskys Crashtest: Die Ruhe selbst
Kein Schnäppchen: Der Sony MDR-1000X bietet satten Sound. PR

Der neue Drahtloskopfhörer von Sony hüllt Sie 
in eine Blase der Musik – oder der Stille.

Von Marc Kowalsky
2016-09-07

Kopfhörer? Was für ein sterbenslangweiliger Markt! Könnte man meinen. Doch das Segment boomt seit Jahren. Zum einen dank kabelloser Headsets - drahtlos wird jetzt noch wichtiger, weil das neue iPhone 7 keinen Kopfhöreranschluss mehr hat. Zum anderen dank Geräten mit aktiver Lärmunterdrückung (Noise Cancelling).

Nach meiner Erfahrung ist diese überlebensnotwendig – besonders in zwei Situationen. Zum einen im Flieger, wenn direkt neben mir die Turbine dröhnt und direkt ­hinter mir ein Kleinkind, das mit dem ­Flugerlebnis und dem gebotenen Service ebenso ­unzufrieden ist wie ich, das aber unverblümter zum Ausdruck bringt.

Zum Zweiten auf Messen, wenn man alle zehn Meter von einer neuen Soundkulisse ver­einnahmt wird und alle drei Meter von einem anderen Promoter, der sein Produktwissen erst wenige Stunden zuvor in einer Druck­betankung verpasst bekommen hat und nun unter entsprechender Pression steht, dieses wieder abzu­geben (wobei Journalisten als Opfer in der internen Wertung, so vermute ich, die fünffache Punktzahl ­bedeuten). Von daher war die Elektronikmesse IFA ­Anfang Monat in Berlin das ultimative Testgelände für den neuen Sony MDR-1000X.

Beeindruckende Geräusch­unterdrückung

Das Over-the-Ear-Gerät gefällt mit hochwertigen Ledermuffen und sauberer Aluminiumverschalung. Verbunden wird es via Bluetooth oder – im Flieger – mit Kabel. Beeindruckt war ich von der Geräusch­unterdrückung: deutlich effektiver als bei verschiedenen Konkurrenzprodukten mit teilweise klingenderem Markennamen. Die rechte Ohrmuschel dient als Fernbedienung, etwa für die Lautstärke, was recht ­bequem ist. Auch beim Musikhören und Telefonieren war die Soundqualität tadellos. Und die Batterie war nach zwei Tagen Messe noch deutlich fitter als ich.

Weniger schön: Mit 280 Gramm ist der Sony kein Leichtgewicht, die Muffen drücken wegen der harten Federung aufs Ohr, nach einiger Zeit beginnt man ­darunter zu schwitzen. Und zum Schlafen auf dem Langstreckenflug ist der MDR-1000X weniger geeignet als kleine In-Ear-Kopfhörer. Den Praxistest aber hat das Gerät bestanden: Von der nervigen Lärmkulisse der IFA habe ich kaum etwas mitbekommen, und ich konnte mir fast alle Promoter vom Leibe halten. Aus­ser natürlich jenen der Kopfhörer-Konkurrenz.

Fazit: Satter Sound, schön verarbeitet, einfach zu bedienen, effektives Noise Cancelling: Der Sony MDR-1000X hat mir gut gefallen. Ein Schnäppchen ist das Gerät nicht. Aber Ruhe ist heutzutage ja Gold wert.

Sony 
MDR-1000X
Info
: www.sony.ch/de
Preis
: 479 Franken

Bewertung: ★★★★

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

 

Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit 30 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.

Anzeige