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Kowalskys Crashtest: Das Geheimtablet

Kowalskys Crashtest: Das Geheimtablet
Viel Leistung in einem Tablet: Das Google Pixel C im Crashtest. PR

Tolle Leistung, tolles Design – eigentlich tolle Voraussetzungen für ein tolles Tablet. Zum Verkaufshit dürfte das Pixel C von Google trotzdem nicht werden.

Von Marc Kowalsky
2016-04-05

Bei der Software hat Google mit dem eigenen Betriebssystem Android unter den ­Tablet-Rechnern mittlerweile 66 Prozent Marktanteil. Bei der Hardware ist der Marktanteil von Google kaum messbar. Zwar bringt der Mischkonzern, der inzwischen unter dem Namen Alphabet firmiert, regelmässig ­selber Tablet-Rechner auf den Markt. Doch das quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch für das neue Pixel C gibt es keine Werbung. Das Gerät ist nicht in Fachgeschäften oder bei Onlinehändlern zu finden, sondern kann ausschliesslich im Google Play Store ­bestellt werden. Und sogar auf dem Gerät selbst findet sich kein Logo des Herstellers.

Macht einiges her

Unverständlich eigentlich, denn das Pixel C macht einiges her: Designmässig ist das edle Gehäuse aus eloxiertem Aluminium im besten Apple-Stil auf das Minimum reduziert. Mit 508 Gramm ist es kein Leichtgewicht, das iPad Air 2 etwa begnügt sich mit 70 Gramm weniger. Dafür ist der Screen des Pixel C mit 10,2 Zoll geringfügig grösser. Er bietet eine hervorragende Bildqualität, was Auflösung, Kontrast und Farbbrillanz angeht. Würde er nicht so spiegeln, gäbe es nichts zu meckern.

Dass die beiden Kameras wenig taugen – geschenkt. Tablets sind zum Fotografieren eh nicht das richtige Gerät. Was ich aber nicht verstehe: Ein Fingerabdrucksensor fehlt ebenso wie ein SIM-Kartenslot, und von NFC müssen wir gar nicht reden.

Für Schwerarbeiter

Das Gerät wurde offensichtlich für Schwerarbeiter entwickelt: Der Akku hielt bei mir mehr als zwei Tage durch, und Rechenpower hat das Gerät mehr als ­ausreichend. Der Arbeitsspeicher ist mit grosszügigen 3 Gigabyte ausgestattet, insgesamt hatte mein Testgerät 64 GB Kapazität, die leider nicht erweiterbar sind (es gibt auch eine Version mit 32 GB, die würde ich aus genau diesem Grunde nicht empfehlen).

Dringend empfehlen würde ich hingegen die separat erhältliche Tastatur. Sie wird mit starken Magneten unter dem Tablet angeheftet – das geht aber leider nur im Querformat. Der Neigewinkel lässt sich stufenlos einstellen. Im Flieger können Sie mit der Kombo selbst auf einem Economy-Platz arbeiten, und das Tippgefühl ist exzellent. Zusammen sind die beiden Geräte dann allerdings ein Schwergewicht, und zwar was die Last (über 900 Gramm) wie den Preis (über 800 Franken) angeht.

Fazit: So viel Leistung findet man selten in einem Tablet, erst recht nicht in so gelungenem Design wie beim Pixel C. Schade aber, dass Google bei den anderen Hardwarekomponenten gespart hat. Angesichts dessen ist der Preis grenzwertig.

Google Pixel C 64 GB
Info: Google Play Store
Preis: 659 Franken, Tastatur 169 Franken

Bewertung: ★★★

Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

 

Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit 30 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.

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