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Kowalskys Crashtest: 7Siech

Kowalskys Crashtest: 7Siech
iPhone 7 Plus: Ein gutes, im Konkurrenzvergleich aber sehr teures Gerät. Keystone

Mit dem iPhone 7 Plus schliesst Apple zur Konkurrenz auf. 
Und lässt sie in einem Bereich hinter sich.

Von Marc Kowalsky
2016-09-20

Erinnern Sie sich noch? Als das neue iPhone in die Läden kam? Als die Leute dafür zwei Tage vor dem Apple Store in der Zürcher Bahnhofstrasse campierten? Als keiner wusste, was das neue Gerät alles bieten würde? Als die Erwartung deshalb am höchsten war? Als ein Glücklicher sich unter frenetischem Applaus dafür feiern liess, dass er als Erster einen hohen dreistelligen Frankenbetrag bezahlen durfte? Weil das war das neue iPhone, Holy Shit!

Das war 2012, das Objekt der Begierde war das iPhone 5. Nun kommt wieder ein neues iPhone in die Läden, Modell 7. Keiner campiert, keiner applaudiert, jeder wusste im Voraus, was kommen würde, die Erwartungen waren überschaubar. Weil das ist das neue iPhone, janusode!

Apple schliesst wichtige Lücken

Vier Jahre sind in der IT eine Ewigkeit, und seither ist das «Telefon, das Telefone für immer veränderte» («Time Magazine») in vielen Bereichen von der Konkurrenz überholt worden. Mit dem – äusserlich kaum veränderten und wie immer anstandslos verarbeiteten – iPhone 7 schliesst Apple nun einige wichtige Lücken.

Endlich ist auch das iPhone wasserfest, endlich sind die Lautsprecher stereo, was die Tonqualität etwa beim Gamen markant verbessert. An Leistung und Batterie – bislang schon keine Schwachpunkte – hat das Modell 7 noch mal etwas zugelegt, eine Schnellladefunktion fehlt aber weiterhin. Dafür gibt es nun fürs gleiche Geld doppelt so viel Speicherplatz.

Kein Smartphone mit besserer Bildqualität

Die Hauptverbesserungen gelten der Kamera. Sie lässt nun doppelt so viel Licht durch, was man gerade beim Shooten in der Dämmerung oder in schummrigen Räumen zu schätzen weiss. Eine zweite Linse ermöglicht einen optischen Zweifach-Zoom, ohne dass Bildinformationen verloren gehen – sehr praktisch. Auch die Selfie-Kamera auf der Vorderseite wurde verbessert. Für mich gibt es derzeit kein Smartphone mit besserer Bildqualität.

Und dann ist da noch die viel diskutierte Sache mit dem fehlenden Kopfhöreranschluss. Als «mutig» hat Apple den Schritt bezeichnet, der im Gehäuse Platz für andere Bauteile schaffen soll. Mutig ist daran gar nichts, denn neue Kopfhörer für den Lightning-­Anschluss werden ebenso mitgeliefert wie ein Adapter für alte. Auch gleichzeitiges Hören und Laden ist mit einem Zubehörteil möglich. Klar, das kostet extra. Aber Apple-Anhänger zu sein, war noch nie billig.

Fazit: Wer das Handy hauptsächlich zum Fotografieren benutzt, für den ist das iPhone 7 Plus das derzeit beste Smartphone. Für alle anderen ist es ein gutes, im Konkurrenzvergleich aber sehr teures Gerät.

Apple iPhone 7 Plus 256 GB
Info
: www.apple.com/chde/iphone
Preis
: 1139 Franken

Bewertung: ★★★★

★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend

 

Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit 30 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.

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