1. Home
  2. Lifestyle
  3. Gadgets
  4. Kowalskys Crash Test: Samsung Galaxy Tab

* 
Kowalskys Crash Test: Samsung Galaxy Tab

Imported Image

Mit dem Samsung Galaxy Tab kommt der erste ernthafte Herausforderer des iPads auf den Markt.

Von Marc Kowalsky
22.10.2010

Ich muss zugeben, dass ich das iPad anfangs unterschätzt habe. Zu gross schien selbst für Apple-Massstäbe der Hype, der um den Tabletrechner veranstaltet wurde, zu eingeschränkt die Tauglichkeit im Businessalltag, zu sehr drohte das Ding nur ein aufgeblasenes iPhone zu sein, mit dem man nicht einmal telefonieren kann. Doch zunehmend schleicht sich der Flachcomputer in mein Leben – als Nabelschnur zum Internet während Sitzungen, als Zeitvertreib im Flieger, gar als Notebookersatz auf Kurzreisen. Trotz allen Schwächen, die das Gerät hat. Auch diese Kolumne tippe ich im Zug auf dem iPad.

Stolze neun Monate hat es gedauert, bis mit dem Samsung Galaxy Tab nun endlich ein Herausforderer auf den Markt getreten ist. Samsung setzt auf das offene Betriebssystem Android von Google – dieses bietet derzeit zwar nur halb so viele Anwendungen wie Apple, holt aber rasch auf. Das Galaxy ist halb so gross wie das iPad und lässt sich damit auch bequem in einer Hand halten. Der Bildschirm misst 7 Zoll statt 9,7, womit man aber immer noch gut arbeiten kann. Vor allem: Das Gerät passt durch die kleinen Ausmasse – knapp, aber immerhin – in die Innentasche eines Jacketts. Dieses allerdings droht Schlagseite zu bekommen: Die 380 Gramm Gewicht (dreimal so viel wie ein Handy, halb so viel wie ein iPad) ziehen spürbar Richtung Erdmittelpunkt. Das etwas zu dick geratene Plastikgehäuse wirkt zwar nicht billig, aber auch nicht so stylish wie das Aluminiumchassis des Vorbilds. Dafür bietet das Galaxy Tab fast alles, was man beim iPad vermisst: die Unterstützung von Flash, zwei Kameras, einen Platz für externe Speicherkarten. Sogar telefonieren kann man damit, auch wenn es ziemlich bescheuert aussieht, ein so grosses Gerät ans Ohr zu halten (eine Freisprechgarnitur senkt den Peinlichkeitsfaktor beträchtlich). Was mich stört: Die Prozessorpower ist etwas knapp bemessen, Videos ruckeln deshalb gelegentlich. Und preislich ist Samsung noch unverschämter als Apple.

Fazit: Das Galaxy ist eine brauchbare Alternative zum iPad. Andere, auch güns­tigere, werden folgen – die Welle der Tablets rollt erst an.

  • Produkt: Samsung Galaxy Tab
  • Infos: www.samsung.com/
  • Preis: 999 Franken
  • Erhältlich: ab Ende Oktober
  • Bewertung: cool
Anzeige