Eine Mischung aus Rennauto und Batmobil: So sieht der Tesla-Herausforderer Faraday Future das Auto der Zukunft. Das erst vor 18 Monaten gegründete US-Unternehmen stellte den Prototyp am Montag im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor.

Das Elektrofahrzeug, das bisher den Namen FFZERO1 trägt, soll schon in zwei Jahren marktreif sein. Das Unternehmen bezeichnet das Modell auf seiner Internetseite als «bahnbrechend». Das auch selbstfahrende Rennauto soll eine Höchstgeschwindigkeit von 320 Stundenkilometern erreichen.

Mit chinesischem Geld im Rücken

Es handele sich bei dem Prototypen um ein «Konzept», sagte Entwicklungschef Nick Sampson der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings würden sich nur einige Aspekte des Modells in der letztlich für den Verkauf vorgesehenen Version wiederfinden.

Über die Firma Faraday Future ist bisher nur wenig bekannt. Entwicklungschef Sampson sagte, sie werde mehr wie eine Technologiefirma geführt, nicht wie ein Autounternehmen. Am Rande der CES, die am Mittwoch beginnt, bestätigte die Firma zudem, dass zu ihren Geldgebern der chinesische Milliardär Jia Yueting gehört, der Chef des populären chinesischen Videodienstes LeTV.

Faraday und LeTV hätten eine strategische Partnerschaft geschlossen und wollten bei der Produktion zusammenarbeiten, bei der On-Board-Unterhaltung oder dem autonomen Fahren, sagte Sampson.

Mitarbeiter von Top-Unternehmen

Das Start-up - benannt nach dem englischen Entdecker der elektromagnetischen Induktion, Michael Faraday – hat nach eigenen Angaben bereits 750 Beschäftigte, darunter ehemalige Ingenieure und Angestellte des Elektroautobauers Tesla und von BMW, Apple und Google oder Boeing und SpaceX. Sampson etwa arbeitete vorher bei Jaguar und Tesla.

Auch wenn Faraday Future als Tesla-Herausforderer gilt, sieht sich das Unternehmen selbst nicht in dieser Rolle. «Wir konkurrieren mit Unternehmen, die Benzinautos verkaufen», betonte Sampson.

(sda/jfr)

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