Silvio Denz: Out of Stock

Der Parfumkönig hat fürs Thronjubiläum der Queen den Wein geliefert.

VonStefan Lüscher
15.06.2012

«Süsses, nach Amarenakirschen duftendes Bouquet, sanft kompottig.» So schmeckt laut Weinexperten ­­der Château Cap de Faugères, Jahrgang 2007. Geschmeckt haben soll der Bordeaux nicht zuletzt Queen Elizabeth II. Ihr und 700 Gästen wurde der Rotwein beim Diamond Jubilee Lunch ausgeschenkt. Geliefert wurde der Tropfen vom Schweizer Silvio Denz, Eigner des Parfumhauses Art & Fragrance sowie Besitzer ­diverser prestigeträchtiger Weingüter.

Denz hatte seinem Wahlwohnort London angeboten, einen hochklassigeren Bordeaux zu einem günstigen Preis für das 60-Jahr-Thronjubiläum zu liefern. Doch das wollten die Organisatoren nicht; berappt wurde der Lunch nicht von der Queen, sondern vom Steuerzahler.

Selbst Denz’ Angebot, den billigeren Tropfen als ­Geschenk zu überreichen, schlugen die Stadtväter aus. Wobei der Rebensaft die Stadtkasse kaum belastet – ab Weingut werden pro Flasche sechs Euro fakturiert. Lachender Dritter ist Denz. Britische Weinhändler wollten noch am selben Abend für den Château Cap de Faugères Bestellungen aufgeben, teilweise bis zu tausend Kisten. Doch der 2007er ist ausverkauft.

Vermögen: 200–300 Millionen

 

Diskussion
- Kommentare

«Süsses, nach Amarenakirschen duftendes Bouquet, sanft kompottig.» So schmeckt laut Weinexperten ­­der Château Cap de Faugères, Jahrgang 2007. Geschmeckt haben soll der Bordeaux nicht zuletzt Queen Elizabeth II. Ihr und 700 Gästen wurde der Rotwein beim Diamond Jubilee Lunch ausgeschenkt. Geliefert wurde der Tropfen vom Schweizer Silvio Denz, Eigner des Parfumhauses Art & Fragrance sowie Besitzer ­diverser prestigeträchtiger Weingüter.

Denz hatte seinem Wahlwohnort London angeboten, einen hochklassigeren Bordeaux zu einem günstigen Preis für das 60-Jahr-Thronjubiläum zu liefern. Doch das wollten die Organisatoren nicht; berappt wurde der Lunch nicht von der Queen, sondern vom Steuerzahler.

Selbst Denz’ Angebot, den billigeren Tropfen als ­Geschenk zu überreichen, schlugen die Stadtväter aus. Wobei der Rebensaft die Stadtkasse kaum belastet – ab Weingut werden pro Flasche sechs Euro fakturiert. Lachender Dritter ist Denz. Britische Weinhändler wollten noch am selben Abend für den Château Cap de Faugères Bestellungen aufgeben, teilweise bis zu tausend Kisten. Doch der 2007er ist ausverkauft.

Vermögen: 200–300 Millionen

 

Meistgelesen

Who is who: Sergio Ermotti
Who is who

Als UBS-Chef hält Sergio Ermotti die Fäden der grössten Schweizer Bank in der Hand. Bereits mit 15 Jahren startete er seine kaufmännische Laufbahn, dabei wollte er eigentlich Sportlehrer werden. Mehr...

Kolumne

Wie kann sich Frau im Geschäftsalltag trotz Stress und Hektik gesund ernähren? Gerade im «wie» und «wann» verstecken sich tükische Ernährungsfehler. Mehr...

VonNel-Olivia Waga*
Rating

Ankommen, umsteigen oder abfliegen: BILANZ wählte die zehn besten Airports der Welt. Auch Zürich ist top, doch der Spitzenplatz geht an jemand anderes. Mehr...

Rating

Das 18.BILANZ-Hotel-Rating zeigt: Herbergen, die legeren Superluxus bieten und das regionale Lebensgefühl vermitteln, stehen hoch im Kurs - ebenso kleinere Häuser, die mit eigenem Konzept überraschen. Mehr...

VonClaus Schweitzer
Asset Allocation

In der Schweiz ziehen Millionäre und Milliardäre es vor, den grössten Teil ihres Reichtums in Bargeld zu halten - und sind damit im internationalen Vergleich ein Sonderfall. Mehr...

VonPascal Meisser
Branson hält drei Arbeitstage für effizienter
Debatte

Multimilliardär Carlos Slim hat mit seinem radikalen Vorstoss einer Drei-Tage-Woche heisse Diskussionen entfacht. Doch offenbar steht er nicht allein. Auch Virgin-Chef Richard Branson ist begeistert. Mehr...

VonMathias Ohanian
Wie Ron Sommer wieder U-Bahn fahren lernte
Portrait

Ron Sommer war ganz oben und genoss Privilegien. Dann musste der Ex-Telekom-Chef gehen. Und mit seinem Rücktritt musste er erst einmal das Alltagsleben wieder lernen. Mehr...

VonLukas Rohner


Die aktuelle BILANZ

Aktuelle Ausgabe

Die besten Hotels in der Schweiz und weltweit 2014. Lesen

Hansjörg Wyss: Der Milliarden-Spender. Lesen

Wirte-Initiative: Kampf um Brotpreis. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen