News in Kürze | 04.12.2008

Pressemitteilung BILANZ 21/08

GM-Topmanager Bob Lutz

Hoffen auf Obama

Der Autokonzern General Motors (GM) setzt gemäss Entwicklungschef Bob Lutz auf Barack Obama, wie er im BILANZ-Interview erklärt. Lutz: „Wir müssen jetzt weiterkämpfen, sparen, Notmassnahmen einführen und zusehen, dass wir lebend ins nächste Jahr kommen, bis zur Amtsübernahme durch Obama". Dieser habe mehrfach erklärt, dass er die US-Autoindustrie unterstützen wolle. Lutz fordert eine Liquiditätsspritze für die US-Autoindustrie: Da derzeit "die Banken nichts ausleihen", könnten sich die Leute nichts kaufen. Diese Kreditklemme und der daraus folgende Einbruch der Autoverkäufe um 50 Prozent müsse überbrückt werden. „Bis das Problem gelöst ist, dauert es vermutlich ein Jahr."

Spekulationen, GM könne einige seiner US-Automarken verkaufen, erteilte Lutz eine Absage: "Das wäre, als wollte man aus einer Omelette wieder einzelne Eier herausholen und die verkaufen - das geht nicht!" Eher könne GM einzelne Automarken vom Markt nehmen, was aber pro Marke „Einmalkosten von einer bis zwei Milliarden Dollar" bedeuten würde. Einen Verkauf des deutschen Herstellers Opel, wie in Deutschland von Politikern gefordert, lehnte Lutz ebenfalls ab. Opel sei integraler Bestandteil des GM-Verbunds und habe "nicht die kritische Grösse", um zu überleben. "Die Idee, dass man Opel rauslösen kann, ist völlig utopisch".

 

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