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Pedro Muñoz: Der gestiefelte Texaner

US-Stars wie Bob Dylan oder Madonna schwören auf Pedro Muñoz’ Treter. Nun erobert der Schuhdesigner mit seinen handgefertigten Unikaten auch den Osten, denn Cowboy-Boots sind in Europa angesagt wie nie zuvor.

VonRegina Decoppet
31.01.2006

Man, I like your boots», schwärmte Bob Dylan. «Man, I like your music», konterte Pedro Muñoz. Und mit diesem Dialog war das Eis zwischen dem Sänger und dem Cowboy-Boots-Designer aus El Paso gebrochen. «Wir fanden sofort einen Draht zueinander», erzählt Muñoz heute über die Begegnung. Beim Anpassen der handgemachten Boots sei der sonst als scheu und zurückhaltend geltende Musiker sogar ganz locker geworden.

Bob Dylan ist nicht der einzige Superstar, der Muñoz-Stiefel an den Füssen trägt. Prominente wie Madonna, Goldie Hawn, Sade, Tom Cruise, Kevin Costner, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis oder Brooke Shields stehen auf die Treter aus Texas.

Die Liebe der Europäer zu diesem Symbol amerikanischer Lebensart ist zwar mitunter durchzogen. Doch für diesen Winter ist die Mode-Devise klar: Cowboy-Boots sind das Hipste, was man an den Füssen tragen kann. Urahnen der Boots sind die europäischen Reiterstiefel des späten 18. Jahrhunderts. Jetzt sind sie aus den USA zurück und auch in Europa wieder angesagt. Aber man trägt sie nicht, wie in den siebziger Jahren, nur zu Jeans. Auch der authentische Südstaaten-Look, der in den achtziger Jahren durch den Film «Urban Cowboy» aus dem Jahre 1979 mit John Travolta und Debra Winger trendy wurde, ist vorbei. Stilmix ist vielmehr die Devise – fast alles ist möglich. Pedro Muñoz’ Boots mit dem Namen «Stallion» (auf Deutsch: Hengst) sind die exklusivste Variante und seit zwei Jahren auch bei uns erhältlich.

«Hi Darling, I bring you the sun of Texas», schmunzelt Pedro Muñoz. Der 49-Jährige ist zwar fast eine halbe Stunde zu spät zum Termin gekommen, dafür tritt er umso charmanter auf. Einen Meter neunzig gross, olivfarbene Haut, dunkle Haare und dunkle Augen, auf dem Kopf einen Stetson und an den Füssen Kroko-Stiefel. Seine Erscheinung bringt an diesem kalten, aber sonnigen Wintertag einen Hauch südliche Exotik in die Boutique Trois Pommes an der Storchengasse 16 in Zürich. Hier werden die Stallions neben St. Moritz exklusiv in der Schweiz verkauft.

Zurzeit ist Muñoz hier oft anzutreffen. Das Business läuft gut. Zudem möge er die Menschen hier mit ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Zu seiner chronischen Unpünktlichkeit hingegen hat er ein verspieltes Verhältnis: «Ich bin ein Latino und habe auch diese Mentalität», sagt er. Die Angestellten von Trois Pommes können davon ein Liedchen singen. Allerdings ist ihm deswegen niemand lange böse. Wenn er mit strahlendem Lächeln die Damen charmant mit einem lockeren «Hi honey» begrüsst, sind alle wieder guter Laune.

Anfänglich gab es seine Boots nur an den ersten Adressen in den USA. Dort wurde er 2001 von Dior entdeckt, der sie für seine Kollektion orderte. 2002 doppelte das italienische Designerduo Dolce & Gabbana nach und liess sich passende Stiefel zu seinen Kollektionen kreieren. In New York wurde auch Trudi Götz, die Besitzerin des Boutiquen-Imperiums Trois Pommes, fündig. Entdeckt hat sie die Schuhe bei Billy Martin’s, einer edlen Boutique für Westernbekleidung. Pedro Muñoz entwickelte mit ihr eine exklusive Kollektion. Dreinreden lässt er sich aber nicht: «Ich mache keine Auftragsarbeit», sagt er, «nur meine eigenen Designs.» Quelle der Inspiration sind für ihn die Natur, die Kunst und die Architektur. Für den europäischen Markt designt Muñoz indes diskretere Modelle als für die USA und nennt es «klassischen Stil mit Western-Touch».

Und die Produkte, die so entstehen, sind kleine Bijous aus rotem Kroko-, orangem Alligator-, himmelblauem und schwarzem oder grünem Kalbsleder. Nach Lust und Laune werden sie mit aufwändigen Stickereien, Steinen oder raffinierten Applikationen wie Flammen-, Blumen-, Kakteen- oder Echsenmotiven verziert. Und wer mag, kann sich auch noch den passenden Gürtel dazu kaufen.

Die Liebe zu diesen Schuhen kommt nicht von ungefähr. Aufgewachsen ist Pedro Muñoz mit sieben Geschwistern auf einer 12 000 Hektaren grossen Ranch in Chihuahua, in den Bergen der Sierra Madre in Mexiko. Seine Mutter hat indianische Wurzeln, und sein Vater, halb Spanier, halb Mexikaner, ist Besitzer eines Tankstellen- und Motelimperiums; Landwirtschaft betreibt er nebenbei als Hobby.

Muñoz will zunächst Ranger werden, entscheidet sich dann aber gegen das «harte Leben» und studiert Chemie und Biologie an der Universität von El Paso. Während des Studiums arbeitet er für kurze Zeit in einer Spitalapotheke. Bald ist ihm klar, dass die Wissenschaft nicht sein Ding ist; er will etwas Kreatives machen. In den achtziger Jahren startet er sein Business in El Paso, einem Ort, der seit 100 Jahren berühmt ist für sein Schuhhandwerk. Sein Leitspruch ist einfach: «Ich will die besten Boots der Welt machen.»

So ist jeder Schuh ein Unikat, alles wird ausschliesslich von Hand gefertigt. Kein künstliches Material kommt auch nur in die Nähe der Werkstatt. Aus feinstem Leder, Holz und einer Metallleiste bestehen die kleinen Kunstwerke. Gefärbt wird fast nur mit Pflanzenfarben. Mindestens 140 Schritte und 15 Arbeitsstunden braucht es, bis ein Paar der Luxusstiefel vollendet ist. Für Muñoz arbeiten 42 Schuhmacher, die zum Teil seit 25 Jahren für ihn tätig sind. Die meisten sind Mexikaner, denn gemäss Muñoz beherrschen nur noch sie das traditionelle Handwerk. Der momentane Supertrend bezüglich Western-Boots macht Muñoz auch ein bisschen Sorgen. So versucht man beispielsweise seine Leute mit lukrativen Angeboten abzuwerben. Die halten ihm aber die Treue, denn umgekehrt stehe Muñoz in wirtschaftlichen Flauten auch zu ihnen. «Ich denke nicht in Zahlen, sondern Menschen», sagt er. Und: «Meine Firma ist wie eine Familie.»

Ohne computergesteuerte Arbeitsabläufe sind die Produktionskapazitäten limitiert. Etwa 6000 Paar verlassen jährlich die Werkstatt in El Paso. Die Schuhe sind ab zirka 1500 Franken erhältlich. Sind sie aber aus Schlangen-, Kroko- oder Alligatorenleder, kosten sie schnell einmal um die 6000 Franken. Wenn gar Muñoz zur Anprobe persönlich einfliegt, kann der Preis locker zur fünfstelligen Summe werden. Ungefähr 8000 persönliche Kunden bezahlen ihn für Sonderbehandlung. Die USA sind nach wie vor sein grösster Absatzmarkt, dann kommen kosmopolitische Orte wie St. Moritz, Zürich, Paris, Wien, Tokio, Vancouver, Toronto und Berlin. Seine Schuhe sind überall an den besten Adressen zu haben: bei Colette in Paris, im Quartier 206 in Berlin oder an der Sterngasse 4 in Wien. England und Holland sind die nächsten Länder, die Pedro Muñoz erobern will.

Wenn er davon schwärmt, wie grossartig man sich in diesen Boots fühlt, so ist das kein reines Lippenbekenntnis. Er selbst trägt fast nichts anderes – auch nicht zum Smoking. Einzig für den Sport hat er sich zu Turnschuhen bekehren lassen. «Boots geben dir Leichtigkeit, sie sind äusserst komfortabel, und man unterstreicht damit seinen eigenen Stil», schwärmt er. Zudem meint er, Boots würden nicht von Fashion Victims getragen, sondern von Menschen, die wissen, wer sie sind.

Ob Cowboy-Boots in unseren Breitengraden zu Klassikern werden, wird sich zeigen. Nach wie vor haftet ihnen der Mythos von Freiheit und Abenteuer an. Vielleicht ist es ja diese Sehnsucht, die Grossstadtmenschen zu diesen Stiefeln bekehrt. Power strahlen sie auf jeden Fall aus, auch Frauen-Power. Das wusste 1966 schon Nancy Sinatra. Ihr Song: «These boots are made for walking.»

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Man, I like your boots», schwärmte Bob Dylan. «Man, I like your music», konterte Pedro Muñoz. Und mit diesem Dialog war das Eis zwischen dem Sänger und dem Cowboy-Boots-Designer aus El Paso gebrochen. «Wir fanden sofort einen Draht zueinander», erzählt Muñoz heute über die Begegnung. Beim Anpassen der handgemachten Boots sei der sonst als scheu und zurückhaltend geltende Musiker sogar ganz locker geworden.

Bob Dylan ist nicht der einzige Superstar, der Muñoz-Stiefel an den Füssen trägt. Prominente wie Madonna, Goldie Hawn, Sade, Tom Cruise, Kevin Costner, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis oder Brooke Shields stehen auf die Treter aus Texas.

Die Liebe der Europäer zu diesem Symbol amerikanischer Lebensart ist zwar mitunter durchzogen. Doch für diesen Winter ist die Mode-Devise klar: Cowboy-Boots sind das Hipste, was man an den Füssen tragen kann. Urahnen der Boots sind die europäischen Reiterstiefel des späten 18. Jahrhunderts. Jetzt sind sie aus den USA zurück und auch in Europa wieder angesagt. Aber man trägt sie nicht, wie in den siebziger Jahren, nur zu Jeans. Auch der authentische Südstaaten-Look, der in den achtziger Jahren durch den Film «Urban Cowboy» aus dem Jahre 1979 mit John Travolta und Debra Winger trendy wurde, ist vorbei. Stilmix ist vielmehr die Devise – fast alles ist möglich. Pedro Muñoz’ Boots mit dem Namen «Stallion» (auf Deutsch: Hengst) sind die exklusivste Variante und seit zwei Jahren auch bei uns erhältlich.

«Hi Darling, I bring you the sun of Texas», schmunzelt Pedro Muñoz. Der 49-Jährige ist zwar fast eine halbe Stunde zu spät zum Termin gekommen, dafür tritt er umso charmanter auf. Einen Meter neunzig gross, olivfarbene Haut, dunkle Haare und dunkle Augen, auf dem Kopf einen Stetson und an den Füssen Kroko-Stiefel. Seine Erscheinung bringt an diesem kalten, aber sonnigen Wintertag einen Hauch südliche Exotik in die Boutique Trois Pommes an der Storchengasse 16 in Zürich. Hier werden die Stallions neben St. Moritz exklusiv in der Schweiz verkauft.

Zurzeit ist Muñoz hier oft anzutreffen. Das Business läuft gut. Zudem möge er die Menschen hier mit ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Zu seiner chronischen Unpünktlichkeit hingegen hat er ein verspieltes Verhältnis: «Ich bin ein Latino und habe auch diese Mentalität», sagt er. Die Angestellten von Trois Pommes können davon ein Liedchen singen. Allerdings ist ihm deswegen niemand lange böse. Wenn er mit strahlendem Lächeln die Damen charmant mit einem lockeren «Hi honey» begrüsst, sind alle wieder guter Laune.

Anfänglich gab es seine Boots nur an den ersten Adressen in den USA. Dort wurde er 2001 von Dior entdeckt, der sie für seine Kollektion orderte. 2002 doppelte das italienische Designerduo Dolce & Gabbana nach und liess sich passende Stiefel zu seinen Kollektionen kreieren. In New York wurde auch Trudi Götz, die Besitzerin des Boutiquen-Imperiums Trois Pommes, fündig. Entdeckt hat sie die Schuhe bei Billy Martin’s, einer edlen Boutique für Westernbekleidung. Pedro Muñoz entwickelte mit ihr eine exklusive Kollektion. Dreinreden lässt er sich aber nicht: «Ich mache keine Auftragsarbeit», sagt er, «nur meine eigenen Designs.» Quelle der Inspiration sind für ihn die Natur, die Kunst und die Architektur. Für den europäischen Markt designt Muñoz indes diskretere Modelle als für die USA und nennt es «klassischen Stil mit Western-Touch».

Und die Produkte, die so entstehen, sind kleine Bijous aus rotem Kroko-, orangem Alligator-, himmelblauem und schwarzem oder grünem Kalbsleder. Nach Lust und Laune werden sie mit aufwändigen Stickereien, Steinen oder raffinierten Applikationen wie Flammen-, Blumen-, Kakteen- oder Echsenmotiven verziert. Und wer mag, kann sich auch noch den passenden Gürtel dazu kaufen.

Die Liebe zu diesen Schuhen kommt nicht von ungefähr. Aufgewachsen ist Pedro Muñoz mit sieben Geschwistern auf einer 12 000 Hektaren grossen Ranch in Chihuahua, in den Bergen der Sierra Madre in Mexiko. Seine Mutter hat indianische Wurzeln, und sein Vater, halb Spanier, halb Mexikaner, ist Besitzer eines Tankstellen- und Motelimperiums; Landwirtschaft betreibt er nebenbei als Hobby.

Muñoz will zunächst Ranger werden, entscheidet sich dann aber gegen das «harte Leben» und studiert Chemie und Biologie an der Universität von El Paso. Während des Studiums arbeitet er für kurze Zeit in einer Spitalapotheke. Bald ist ihm klar, dass die Wissenschaft nicht sein Ding ist; er will etwas Kreatives machen. In den achtziger Jahren startet er sein Business in El Paso, einem Ort, der seit 100 Jahren berühmt ist für sein Schuhhandwerk. Sein Leitspruch ist einfach: «Ich will die besten Boots der Welt machen.»

So ist jeder Schuh ein Unikat, alles wird ausschliesslich von Hand gefertigt. Kein künstliches Material kommt auch nur in die Nähe der Werkstatt. Aus feinstem Leder, Holz und einer Metallleiste bestehen die kleinen Kunstwerke. Gefärbt wird fast nur mit Pflanzenfarben. Mindestens 140 Schritte und 15 Arbeitsstunden braucht es, bis ein Paar der Luxusstiefel vollendet ist. Für Muñoz arbeiten 42 Schuhmacher, die zum Teil seit 25 Jahren für ihn tätig sind. Die meisten sind Mexikaner, denn gemäss Muñoz beherrschen nur noch sie das traditionelle Handwerk. Der momentane Supertrend bezüglich Western-Boots macht Muñoz auch ein bisschen Sorgen. So versucht man beispielsweise seine Leute mit lukrativen Angeboten abzuwerben. Die halten ihm aber die Treue, denn umgekehrt stehe Muñoz in wirtschaftlichen Flauten auch zu ihnen. «Ich denke nicht in Zahlen, sondern Menschen», sagt er. Und: «Meine Firma ist wie eine Familie.»

Ohne computergesteuerte Arbeitsabläufe sind die Produktionskapazitäten limitiert. Etwa 6000 Paar verlassen jährlich die Werkstatt in El Paso. Die Schuhe sind ab zirka 1500 Franken erhältlich. Sind sie aber aus Schlangen-, Kroko- oder Alligatorenleder, kosten sie schnell einmal um die 6000 Franken. Wenn gar Muñoz zur Anprobe persönlich einfliegt, kann der Preis locker zur fünfstelligen Summe werden. Ungefähr 8000 persönliche Kunden bezahlen ihn für Sonderbehandlung. Die USA sind nach wie vor sein grösster Absatzmarkt, dann kommen kosmopolitische Orte wie St. Moritz, Zürich, Paris, Wien, Tokio, Vancouver, Toronto und Berlin. Seine Schuhe sind überall an den besten Adressen zu haben: bei Colette in Paris, im Quartier 206 in Berlin oder an der Sterngasse 4 in Wien. England und Holland sind die nächsten Länder, die Pedro Muñoz erobern will.

Wenn er davon schwärmt, wie grossartig man sich in diesen Boots fühlt, so ist das kein reines Lippenbekenntnis. Er selbst trägt fast nichts anderes – auch nicht zum Smoking. Einzig für den Sport hat er sich zu Turnschuhen bekehren lassen. «Boots geben dir Leichtigkeit, sie sind äusserst komfortabel, und man unterstreicht damit seinen eigenen Stil», schwärmt er. Zudem meint er, Boots würden nicht von Fashion Victims getragen, sondern von Menschen, die wissen, wer sie sind.

Ob Cowboy-Boots in unseren Breitengraden zu Klassikern werden, wird sich zeigen. Nach wie vor haftet ihnen der Mythos von Freiheit und Abenteuer an. Vielleicht ist es ja diese Sehnsucht, die Grossstadtmenschen zu diesen Stiefeln bekehrt. Power strahlen sie auf jeden Fall aus, auch Frauen-Power. Das wusste 1966 schon Nancy Sinatra. Ihr Song: «These boots are made for walking.»


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