Meistgelesen

Jürg Marquard: Das zweite Gesicht

Man glaubt, ihn zu kennen: als Lebemann, Yachtbesitzer, Dauergast bei Galas und Empfängen. Aber Jürg Marquard ist nicht auf Partys zum erfolgreichsten Verlagsgründer der Schweiz geworden. Die unbekannte Seite des Selfmade-Multimillionärs. Mehr...

VonDirk Ruschmann
Louis-Dreyfus-Gruppe: Die eherne Zarin

Margarita Louis-Dreyfus hat im familiären Rohstoffkonzern den Machtkampf gewonnen und im Management kräftig aufgeräumt. Nun macht sich die Witwe daran, die Familienfirma an der Börse zu versilbern. Mehr...

VonStefan Lüscher
Billionen Dollar schlummern in Steuerparadiesen
Studie

Steueroptimierung ist bei den Reichen nach wie vor en vogue: Acht Prozent des weltweiten Vermögens sind in Ländern mit niedrigen Steuersätzen angelegt. Vor allem Europäer nutzen diese Möglichkeit. Mehr...

Wolfensberger verlässt Glencore endgültig
Rohstoffe

Co-Chef Christian Wolfensberger gibt seinen Posten bei Glencore endgültig auf. Der 44-Jährige hat beim Rohstoffkonzern gekündigt. Zu darben braucht er aber auch ohne Job nicht. Mehr...

Vergleich

Eine moderne Smartwatch ist ein digitaler Tausendsassa. Doch eines ist sie zumindest bislang nicht: ein Schweizer Klassiker mit enormer Ausstrahlung. Doch welche Uhr ist besser? Ein Vergleich. Mehr...

VonKAI ZANTKE UND MARTIN SEIGEL («COMPUTER BILD»)
Fiona Hefti und Christian Wolfensberger (42).
Die Reichsten

Der Rohstoffhändler hat für seine junge Familie in Küsnacht ZH ein riesiges Grundstück mit Seeanstoss gekauft. Mehr...

VonStefan Lüscher
Ranking

Die zehn meistverkauften Wirtschaftsbücher in der Schweiz befassen sich mit Strategie, Wirtschaftsgeschichte und Kapitalismuskritik. Auffällig ist: Die Schweizer stehen auf helvetische Autoren. Mehr...

VonMathias Ohanian und Lukas Rohner

Anzeige

21,5 Millionen Dollar für Erzherzog-Joseph-Diamant

In Genf wurde der berühmte Diamant Erzherzog Jospeh zum Rekordpreis versteigert.

14.11.2012

Einer der berühmtesten Edelsteine der Welt ist am Dienstagabend in Genf für 21,474 Millionen Dollar versteigert worden. Den Zuschlag für den 76,02 Karat schweren Erzherzog Joseph Diamanten erhielt bei einer Juwelen-Versteigerung des Auktionshauses Christie's ein telefonischer Bieter.

Damit sei ein «Rekordpreis pro Karat für einen farblosen Diamanten erzielt worden», sagte Christie's-Sprecher Cristiano De Lorenzo. Der neue Besitzer bestand darauf, anonym zu bleiben. Der Auktionspreis lag einschliesslich Provision und Gebühren um rund 1,5 Millionen Dollar über dem zuvor abgegebenen höchsten Angebot.

Der erste bekannte Besitzer des Edelsteins war Erzherzog Joseph August von Österreich (1872 bis 1962), der ihn seinem Sohn überliess. Seit 1936 hatte der Diamant mehrere Besitzer, die anonym blieben.

Stein stammt aus Indien

Zuletzt hatte der US-Juwelenhändler Alfredo J. Molina, Chef der in New York und Phoenix, Arizona, ansässigen Firma Molina Fine Jewelers, den Diamanten erworben. Er war es auch, der ihn nun versteigern liess.

Der aus den legendären Golkonda-Minen in Indien stammende Edelstein, der etwa die Grösse eines Dominosteins hat, wird von Experten wegen seiner makellosen Klarheit gerühmt. Es war bereits das zweite Mal, dass Christie's den Erzherzog Joseph Diamant versteigerte. Bei der Auktion im Jahr 1963 waren allerdings «nur» 6,5 Millionen Dollar erzielt worden.

Christie's Konkurrent Sotheby's, der im Mai den historisch bedeutenden Diamanten «Beau Sancy» für 9 Millionen Franken versteigert hatte, will heute Mittwoch nachziehen.

Das Auktionshaus offeriert einen seltenen naturblauen 10,48 Karat schweren Diamanten - einen sogenannten Fancy Deep Blue. Für den tropfenförmig im facettenreichen Briolette-Stil geschliffenen Stein werden zwischen 3,3 und 4,2 Millionen Franken erwartet.

(chb/muv/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Einer der berühmtesten Edelsteine der Welt ist am Dienstagabend in Genf für 21,474 Millionen Dollar versteigert worden. Den Zuschlag für den 76,02 Karat schweren Erzherzog Joseph Diamanten erhielt bei einer Juwelen-Versteigerung des Auktionshauses Christie's ein telefonischer Bieter.

Damit sei ein «Rekordpreis pro Karat für einen farblosen Diamanten erzielt worden», sagte Christie's-Sprecher Cristiano De Lorenzo. Der neue Besitzer bestand darauf, anonym zu bleiben. Der Auktionspreis lag einschliesslich Provision und Gebühren um rund 1,5 Millionen Dollar über dem zuvor abgegebenen höchsten Angebot.

Der erste bekannte Besitzer des Edelsteins war Erzherzog Joseph August von Österreich (1872 bis 1962), der ihn seinem Sohn überliess. Seit 1936 hatte der Diamant mehrere Besitzer, die anonym blieben.

Stein stammt aus Indien

Zuletzt hatte der US-Juwelenhändler Alfredo J. Molina, Chef der in New York und Phoenix, Arizona, ansässigen Firma Molina Fine Jewelers, den Diamanten erworben. Er war es auch, der ihn nun versteigern liess.

Der aus den legendären Golkonda-Minen in Indien stammende Edelstein, der etwa die Grösse eines Dominosteins hat, wird von Experten wegen seiner makellosen Klarheit gerühmt. Es war bereits das zweite Mal, dass Christie's den Erzherzog Joseph Diamant versteigerte. Bei der Auktion im Jahr 1963 waren allerdings «nur» 6,5 Millionen Dollar erzielt worden.

Christie's Konkurrent Sotheby's, der im Mai den historisch bedeutenden Diamanten «Beau Sancy» für 9 Millionen Franken versteigert hatte, will heute Mittwoch nachziehen.

Das Auktionshaus offeriert einen seltenen naturblauen 10,48 Karat schweren Diamanten - einen sogenannten Fancy Deep Blue. Für den tropfenförmig im facettenreichen Briolette-Stil geschliffenen Stein werden zwischen 3,3 und 4,2 Millionen Franken erwartet.

(chb/muv/sda)


Die aktuelle BILANZ

Renditeperle Globus Bellevue: Gut im Futter. Lesen

Doris Leuthard: «Die grossen Linien finden» Lesen

An der Goldküste fallen die Immobilienpreise. Lesen

Navyboot will ab 2016 expandieren. Lesen

Intersport: Begehrte Deutschland Trikots. Lesen

Machtverschiebung im Bundeshaus. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen