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Risiken und Kosten: Die Tücken der Vorsorgefonds

Die dritte Säule entscheidet über den Wohlstand in der Rente. Doch dem Anlageerfolg ­stehen enorm hohe Kosten im Weg. In den Obligationen stecken ungeahnte Risiken.

VonErich Gerbl
19.06.2017
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In der Residenz Enzian ist eine neue Terrassenwohnung bereits für 80'000 Franken zu haben. Die ­Immobilie liegt nicht in den Schweizer Bergen, sondern an der Soi Wat Nikko Taram am Stadtrand von Hua Hin, einige Autostunden südlich von Bangkok. Das Projekt zielt auf Rentner aus der Schweiz und hat damit gute Chancen auf Erfolg. 
Für immer mehr Schweizer wird der Lebensabend im kostengünstigen Ausland zur Realität.

Die Leistungen aus der ersten und der zweiten Säule schwinden. Die vorgeschlagene Senkung des 
obligatorischen Umwandlungssatzes von 6,8 auf 6,0 Prozent schmerzt, ist aber noch lange nicht das Ende des Prozesses. Experten erwarten, dass ein durchschnittlicher Schweizer, der 2025 in Rente geht, aus AHV und Pensionskasse nur noch 45 Prozent seines aktuellen Lohns erzielt.

Immer grösserer Stellenwert

Weil die Ausgaben im Rentenalter durch die viele Freizeit eher steigen als fallen, kommt der privaten ­dritten Säule ein immer grösserer Stellenwert zu. Die Zinsen sind auch auf den Säule-3a-Konten tief, Wertpapiersparen erfreut sich steigender Beliebtheit. Entsprechende ­Angebote schiessen wie Pilze aus dem Boden. War vor 20 Jahren nur eine Handvoll Säule-3a-Produkte für Wertpapier­sparer auf dem Markt, sind es alleine bei den grössten ­Anbietern mittlerweile mehr als 70. Nur in den letzten drei Jahren kamen über 30 Vorsorgefonds hinzu.

Für die Banken sind die Vorsorgefonds ein einträgliches Geschäft. «Der Anlagenotstand lässt die Banken jubeln. Mit den Konten verdienen sie nichts. Bei den Fonds sind die Margen interessant», sagt Adrian Bienz, Finanz- und Vermögensexperte bei Weibel Hess & Partner. Bei all der Fülle stellt sich die Frage, ob die Produkte auch halten, was sie versprechen, und in der Lage sind, die Einkommenslücke im Alter zu schliessen.

Steuerliche Vorteile

Unbestritten sind die steuerlichen Vorteile. Wer den jährlichen Höchstbetrag von 6768 Franken auf eine Säule-3a-Lösung einzahlt, spart Steuern von rund 2000 Franken. Selbständigerwerbende, die keiner Pensionskasse angehören, dürfen 20 Prozent des jährlichen Erwerbseinkommens, maximal aber 33'840 Franken, einzahlen. Wer seine Hypothek indirekt über ein Säule-3a-Produkt amortisiert, hält die Schuld hoch und spart doppelt Steuern. Bei Bezug werden je nach Kanton nur ­Steuern von fünf bis acht Prozent fällig.

Auf den ersten Blick verlocken die Renditen. Laut einer Aufstellung des unabhängigen Online-Vergleichsdiensts Moneyland.ch kommt der Swisscanto BVG 3 Port­folio 45 R über die letzten fünf Jahre auf ein Plus von 35,5 Prozent. Der Fonds Anlagestiftung Swiss Life BVG-Mix 45 sticht in dieser Zeit mit einem Zuwachs von 37 Prozent hervor. «Die Renditen der vergangenen Jahre sind herzeigbar. Bei den Banken läuft die Marketingmaschine im Negativzinsumfeld auf Hochtouren», sagt Bienz.

Doch der Blick in den Rückspiegel ist verzerrt. Weil die Zinsen sanken, verbuchten die Obligationen in den Mischfonds beträchtliche Kursgewinne. Die gute Performance kam vom festverzinslichen Teil. Gleichzeitig blieben die Kurse an den Börsen auf dem Boden. Der SMI liegt unter dem Niveau von 2007. Bienz: «Die Durchschnittsperformance sieht auf Zehn-Jahres-Sicht bei den defensiven Produkten zu gut aus und bei den offensiven Strategien zu schlecht.»

Laut VZ VermögensZentrum kommt der Swisscanto BVG 3 Portfolio 10 mit maximal zehn Prozent Aktien seit 2007 auf ein jährliches Plus von 2,7 Prozent, der BVG 3 Portfolio 45 in dieser Zeit trotz des viel höheren Aktienanteils auf lediglich 2,3 Prozent.

Zinsloses Risiko

Nun, da die Zinsen am Boden sind, geht von den scheinbar defensiven Produkten weniger Potenzial als vielmehr Risiko aus. «Der Anleger findet heute keinen risiko­losen Zins mehr, sondern ein zinsloses ­Risiko. Das Zinsänderungsrisiko wird klein­­­geredet, sollte aber nicht unterschätzt werden», so Bienz warnend. Alleine die Angst vor steigenden Zinsen hat die Kurse von lang laufenden Anleihen im vergangenen Sommer kräftig nach unten gedrückt.

Bei den meisten Vorsorgefonds machen Obligationen einen wesentlichen Teil des Portfolios aus. «Ein riesiger Klotz der Fonds ist festverzinslich investiert, und das ist im Tiefzinsumfeld ein Problem», sagt Bienz. Laut den Anlagebeschränkungen nach BVV2, die auch für die Pensionskassen gelten, ist der Aktienanteil der ­Vorsorgefonds auf 50 Prozent limitiert. Bei Obligationen der Eidgenossenschaft sind hingegen sogar 100 Prozent erlaubt. Auch bei ausländischen sind 100 Prozent möglich, nur das Limit je Schuldner ist auf 10 Prozent begrenzt.

«Bei einem typischen Vorsorgefonds mit einem Obligationenanteil von 75 Prozent sind drei Viertel quasi ohne Ertrag. In den nächsten Jahren habe ich nach Kosten fast keine Chance auf eine positive Rendite. Steigen die Zinsen, muss man sogar mit Kursrückgängen rechnen. Viele Anleger haben einen Zinsanstieg nicht auf dem Radar», sagt Bienz. Beispiele wie Japan zeigen, dass Zinsen Jahrzehnte tief bleiben können. Für die auf Obligationen basierende Altersvorsorge ein Horrorszenario.

Erhöhte Risiken

Noch dazu haben sich die Risiken in den letzten Jahren mit der steigenden ­Duration schleichend erhöht. Nicht nur die Besitzer von Immobilien, sondern auch Regierungen und Unternehmen nützen das tiefe Zinsniveau und verschulden sich möglichst langfristig. Selbst Lauf­zeiten von 50 oder gar absurden 100 Jahren sind ­finanzierbar. Doch je länger die Duration, desto stärker reagieren die Kurse auf steigende Zinsen. Weil viele ­Vorsorgefonds nahe am Index oder direkt in einen Indexfonds investieren, wird ­dieses Durationsrisiko – ob gewollt oder nicht – eins zu eins übernommen.

«Fälschlicherweise verbindet man bei Vorsorgefonds Obligationen mit Sicherheit. Steigen die Zinsen, werden die Leute überrascht sein, wie stark Vorsorgefonds an Wert verlieren können», sagt Iwan Brot, der Finanzstrategien für Privatkunden ­erstellt und an 15 Institutionen Vorträge hält, auch zum Thema Vorsorge.

50-Prozent-Grenze umgehen

Anleger können das in Obligationen steckende Risiko reduzieren, indem sie deren Anteil so weit wie möglich reduzieren. Hier kommt ihnen die Innovationsfreude der Finanzindustrie entgegen. Seit einiger Zeit werden die Anlagereglemente der Vorsorge- und Freizügigkeitsstiftungen angepasst und Fonds mit Aktienquoten von bis zu 80 Prozent auf den Markt gebracht.

Ein Vorreiter ist der Ende 2012 lancierte Raiffeisen Index Fonds – Pension Growth I mit einem Aktienanteil von 67 Prozent. Die UBS hat Ende 2015 den UBS Vitainvest 75 World und den Vitainvest 75 Swiss ein­geführt. PostFinance hat ein Produkt mit einem 75-prozentigen Aktienanteil, das VZ VermögensZentrum eine Strategie mit 80 Prozent Aktien. Valiant wird diesen Herbst ­einen neuen Vorsorge­fonds mit einem ­Aktienanteil von 65 Prozent lancieren. Laut Brot arbeitet ein Anbieter an einem Vorsorgefonds mit einer 100-prozentigen Aktienquote. Die Lancierung soll 2017 erfolgen. Weil sich die Aktienmärkte in den letzten Jahren erholten, hat sich das World-Produkt der UBS in einem Jahr um zwölf Prozent ver­teuert. Für Vorsorgesparer sind die kurzfristigen Profite interessant, wirklich entscheidend ist jedoch nur der langfristige Leistungsausweis.

Je länger, desto stärker wirkt der Zinseszins

Obwohl die Kurse an den Börsen mitunter heftig schwanken, fallen auch diese bei den Aktien erfreulicher aus. Laut einer Berechnung der Banque Pictet & Cie legten Schweizer Aktien sowohl auf Sicht von 20 als auch von 30 und 40 Jahren inflationsbereinigt im Schnitt mehr als sechs Prozent im Jahr zu. Obliga­tionen wurden in diesen Perioden jährlich durchschnittlich um drei bis vier Prozent übertrumpft.

Für Anlageexperten wie Andreas Akermann vom VZ VermögensZentrum ist der Ratschlag daher klar: «Personen mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren und mehr sollten beim Wertpapiersparen möglichst hohe Aktienquoten suchen.» Denn je länger, desto stärker wirkt der Zinseszins.

Kurzfristiges denken

«Ich muss mir überlegen, wie viel ich in Aktien investieren will, und kann und muss diesen Weg dann langfristig gehen. Wer nur die Schwankungen sieht, denkt wie viele Leute zu kurzfristig», sagt Iwan Brot. Jedoch tut Reflexion über die zukünftigen Pläne vor dem Abschluss gut. Eine Auflösung eines 3a-Fonds wegen ­eines Wohnungskaufs könnte in ­einer Korrekturphase an den Börsen zum Verlustgeschäft werden.

Wer dem Auf und Ab an den Börsen etwas Positives abgewinnen will, kann über die Einrichtung ­eines Sparplans den sogenannten Cost-Average-Effekt nützen. Wer monatlich 564 Franken (ein Zwölftel des jährlichen Maximalbetrags von 6768 Franken) in Säule-3a-Fonds investiert, kauft bei niedrigeren Kursen grössere Fondsanteile zu. Eine Reduzierung des Obligationen­anteils macht zudem aus Gründen der Diversifikation Sinn. «Bewusst oder unbewusst ist der Investor über die Pensionskasse schon stark in festverzinslichen Anlagen investiert», sagt Bienz. Die Gelder in der zweiten Säule sind zwar professionell gemanagt, werden aber oft wegen eingeschränkter Risikofähigkeit der Pensionskassen und wegen der Anlagerichtlinien grosszügig in ­Obligationen gesteckt.

Kosten sind zu hoch

Wer den Obligationenteil gänzlich verbannen, sich die steuerlichen Vorteile der dritten Säule nicht entgehen lassen will und es sich leisten kann, könnte die 6768 Franken auf ein 3a-Konto legen und daneben ohne jegliche Anlagerichtlinien in die Aktienmärkte investieren.

Das ist auch wegen der Kosten sinnvoll. Denn bei den Vorsorgefonds vermiesen zum Teil hohe ­Gebühren die Freude am Sparen. Wie der von Moneyland.ch für «Bilanz» erstellte Vergleich zeigt, fallen die Gesamtkosten für Anleger über ­einen Zeitraum von zehn Jahren massiv aus. Werden 100'000 Franken investiert, gehen in 28 von 48 Fällen mehr als 10'000 Franken an Gebühren weg. «Die Kosten bei Vorsorgefonds sind in vielen Fällen noch zu hoch», sagt Iwan Brot.

Die Vorsorgeprodukte von Swiss Life und Valiant (die Swiss-Life-­Produkte vertreibt) stechen mit Gesamtkosten von über 17'000 Franken negativ hervor. Auch die Zurich ist bei den Produkten mit höheren Aktienanteilen wie dem Target Investment Fund 45 durch eine hohe Total Expense Ratio (TER) und Gesamtkosten von 14'000 Franken unter den teuersten Vorsorgefonds.

«Scheinbar geringe Kosten türmen sich mit der Zeit auf. Der Zinseszinseffekt wirkt bei den Kosten gegen den Sparer», sagt Akermann. Der Valiant Vario hat mit 1,51 die höchste TER. Anders als der Name vermuten lässt, ist in der TER meist nicht alles enthalten. Bei Valiant kommt noch eine Ausgabegebühr von 0,75 Prozent dazu. Über zehn Jahre zählt der Vario mit Gesamt­kosten von 17'450 Franken zu den Spitzenreitern. «Wir sind uns bewusst, dass die Kosten unseres Vorsorgefonds Valiant Vario in den letzten Jahren im Konkurrenzvergleich eher hoch waren. Wir sind daran, die Kostenstruktur zu überprüfen», heisst es auf Anfrage bei Valiant.

Sensibilisiert durch Negativzinsen

Bei anderen Anbietern wie Swiss­canto wurde 2014 zwar die TER ­gesenkt, jedoch Transaktionskosten bei Kauf und Verkauf und Depot­gebühren eingeführt. «Die volle 
Gebührentransparenz lässt sich immer schwieriger herstellen», sagt VZ-­Experte Akermann.

Bis vor zehn Jahren waren Kosten kein Thema. Die Zinsen waren hoch, unter dem Strich kam meist eine zufriedenstellende Rendite heraus. «Durch die Negativzinsen sind die Leute sensibilisiert», sagt Brot.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Aktienanteil, desto höher die Kosten. Bei Swiss Life gilt die Regel aber nur ansatzweise. Hier macht der Unterschied zwischen dem Swiss Life BVG-Mix 25 und dem BVG-Mix 45 mit ganz unterschiedlichen Aktienanteilen über zehn Jahre nur 500 von mehr als 17'000 Franken aus. Auch bei der Zurich ist der Unterschied zwischen den Target Investment Funds 25 und 45 marginal.

Passiv spart Kosten

Dass man trotz hoher Aktienquoten niedrigere Gebühren verrechnen kann, beweist die PostFinance. Bei ihren Produkten Pension 25, Pension 45 und Pension 75 fallen trotz zum Teil höherer Aktienquoten ­Gebühren von vergleichsweise geringen 8500 bis 9400 Franken an. Zwischen dem PostFinance Pension 45 und dem Swiss Life BVG-Mix 45 mit vergleichbaren Aktienquoten liegt ein Unterschied von saftigen 8900 Franken. Auch die passiven Vorsorgefonds der Swiss­canto fallen durch niedrige Gesamtkosten von 8000 Franken auf.

Ein wesentlicher Kostentreiber ist das aktive Fondsmanagement. Während die PostFinance-Produkte passiv einem Index folgen, werden die Swiss-Life-Fonds aktiv gemanagt. «Für den Kunden sind nicht alleine die Kosten, sondern auch die Performance relevant. Hier sind unsere 3a-Vorsorgefondslösungen in entsprechenden Vergleichen seit Jahren gut posi­tioniert», schreibt Barbara Larissa Störi, Sprecherin von Swiss Life.

Tatsächlich zählen die Swiss-Life-Produkte mit höheren Aktienquoten bei der Performance im Drei- und im Fünf-Jahres-Vergleich zu den erfolgreicheren Vorsorgefonds. Die von GAM gemanagten Target Investment Funds der Zurich rangieren in dieser Zeit bestenfalls im Mittelfeld.

Nettorendite entscheidet

«Am Schluss ist die Nettorendite entscheidend. Ich bin bereit, hohe Kosten zu akzeptieren, wenn die Benchmark übertrumpft wird. Das gelingt aber fast niemandem. Ich empfehle meinen Kunden ausschliesslich günstige Indexprodukte», sagt Iwan Brot. Diese Empfehlung macht Sinn. Besonders auf lange Sicht schaffen es Fondsmanager nicht, die Benchmark nach Kosten zu schlagen. «Fondsmanager müssen schon sehr gut sein, um langfristig die Kosten wieder wettzumachen, die durch hohe Gebühren entstehen», so Akermann.

Nicht gerechnet haben sich die hohen Kosten des aktiven Valiant Vario. Dort ­begrenzt sich die Performance der vergangenen fünf Jahre auf 7,49 Prozent. «Wir haben den Valiant Vario aufgrund der ­vergleichsweise tiefen Performance im ­April 2016 neu positioniert. Mit dieser ­Anpassung der Anlagestrategie soll die Rendite künftig verbessert werden», heisst es bei Valiant.

Der aktiv verwaltete Dachfonds Swiss­canto BVG 3 Portfolio 45 R hat in den ­vergangenen fünf Jahren zwar eine tolle Performance von mehr als 35 Prozent ­zustande gebracht, die Benchmark aber nur in einem Jahr übertrumpft. Bei vielen vergleichbaren Vorsorgefonds sieht es ähnlich aus.

Produkte ähneln sich in ihrer jeweiligen Kategorie stark

Experten stellen sich die Frage, wie ­aktiv aktives Fondsmanagement bei den Vorsorgefonds eigentlich ist. «Aktiv ist oft auch ein Vermarktungsmerkmal und meist übertrieben. Alle aktiven Produkte mit ­einem Prozentsatz im Namen sind eigentlich passiv in der Allokation. Die Fondsmanager orientieren sich an der Benchmark. Dazu zwingen meist schon die Vorgaben», sagt Walter Blum, Geschäftsführer von PensExpert. Wirklich aktiv seien Produkte wie der Strategiefonds Reichmuth Alpin.

Die Benchmark kann der Fondsmanager nur schlagen, wenn er deutlich von ihr abweicht. «Doch die fragwürdigen Anlagevorschriften wirken wie ein Korsett und machen das fast unmöglich», sagt Brot. Die gesetzlichen Einschränkungen führen zudem dazu, dass sich die Produkte in ihrer jeweiligen Kategorie stark ähneln. «Die Gebühren sind daher umso wichtiger. Wer den Lebensabend in der Schweiz und nicht in Thailand verbringen will, sollte auf die Kosten achten.»

 


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