Meistgelesen

Gehälter

Die Luftfahrtbranche steckt im Wandel. Und auch die Piloten sollen den Umbruch mittragen. So fordern Fluglinien wie Air France KLM, Lufthansa und Swiss unter anderem Zugeständnisse beim Lohn. Mehr...

Turmprojekt

Remo Stoffel plant in Vals das höchste Gebäude Europas. Mit dem 300-Millionen-Franken-Projekt will der Investor einen neuen Impuls setzen und verzichtet dabei ganz auf Fremdkapital. Ein Interview. Mehr...

VonMarc Iseli

Gut ist Immobilienhai Remo Stoffel darin, das Vertrauen seiner Geschäftspartner zu gewinnen. Doch bald bereuen sie es. Denn Stoffels Firmengeflecht kennt nur er. Der Bund ermittelt. Mehr...

VonLeo Müller
Ranking

Wer derzeit ein Flugzeug besteigt, denkt wohl mit mulmigem Gefühl an die Opfer des Germanwings-Absturzes. Dennoch: Fliegen ist statistisch gesehen die sicherste Art des Reisens. Mehr...

Baselworld: Kleine Fische im grossen Aquarium
Messe

An der Baselworld kommen nur die wenigsten der 1500 Aussteller an einen der begehrten Plätze in Halle 1. Doch auch für die anderen Teilnehmer ist die Messe wichtig. Was hat sie 2015 beschäftigt? Mehr...

VonGabriel Knupfer*
Kolumne

Kurz vorm Wochenende wird nicht nur die Stimmung im Büro lässiger, auch der Kleidungsstil. Doch wie «casual» darf der Freitag tatsächlich sein? Mehr...

VonNel-Olivia Waga*
Das bewegte Leben des Jorge Paulo Lemann
Porträt

Hinter der Fusion von Heinz und Kraft steht Jorge Paulo Lemann. Der Sohn eines Emmentaler Auswanderers kehrte nach einem missglückten Entführungsversuch in die Schweiz zurück. Und hatte Erfolg. Mehr...

Anzeige

iPad Mini: Apple legt auf dem Tablet-Markt nach

Apple hat das iPad mini vorgestellt und auch das grosse Modell des Tablets überarbeitet. Damit bringt sich der Marktführer gegen die aufstrebenden Konkurrenten Google, Amazon und Microsoft in Stellung.

23.10.2012

Apple will mit einem kleinen Bruder für sein iPad die Dominanz im Tablet-Markt gegen neue Konkurrenz verteidigen: Das iPad mini bekommt einen Bildschirm mit einer Diagonale von 7,9 Zoll (rund 20 cm), wie Apple-Marketingchef Phil Schiller im kalifornischen San Jose erklärte. (Lesen Sie die Highlights der Präsentation hier in unserem  Minutenprotokoll nach.)

Zugleich präsentierte der Konzern überraschend schon nach einem halben Jahr die vierte Generation seines grossen iPad. Es soll nun LTE-Netze in mehr Ländern unterstützen und hat zudem einen schnelleren Chip.

Das iPad mini ist extrem dünn, aber etwas grösser als die 7-Zoll-Tablets der Wettbewerber im Taschenformat. Die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Pixeln. Der Verkauf geht am 2. November los. Der Preis ab 329 Dollar in den USA lässt aber noch Raum für Geräte der Konkurrenten, die zum Teil weniger als 200 Dollar kosten.

Apple überliess das Marktsegment kleinerer Tablet-Computer bisher komplett der Konkurrenz - alle bisherigen iPad-Generationen hatten einen 9,7 Zoll grossen Bildschirm (24,6 cm).

Tablet-Markt in Bewegung

Damit fuhr Apple gut: Der Marktanteil wird auf 60 bis 70 Prozent geschätzt, Apple knackte vor zwei Wochen die Marke von 100 Millionen verkauften iPads, wie Konzernchef Tim Cook am Dienstag erklärte. Allerdings sorgten Amazon mit seinem Kindle Fire und Google mit einem Nexus-Tablet für Aufsehen in der 7-Zoll-Klasse.

Zudem kommt in den Tablet-Markt derzeit in allen Grössen Bewegung: Unter anderem kommen demnächst zum Start des Betriebssystems Windows 8 die Surface-Tablets von Microsoft auf den Markt. Von Google wird ein grosses Nexus-Tablet erwartet, auch andere Tablets mit Android-Software stehen in den Startlöchern.

Das alles setzt den Branchenprimus Apple unter Druck. Die Marktforschungsfirma Gartner rechnet damit, dass der iPad-Marktanteil im kommenden Jahr auf 44 Prozent sinken könnte. Als Gewinner sehen die Experten dabei vor allem Windows, das in ihrer Rechnung von 3 auf 13 Prozent vorrücken kann.

Android inklusive des Kindle Fire, das mit einer abgezweigten Version des Google-Systems läuft, bleibt demnach bei 40 Prozent. Mit der Erneuerung der iPad-Reihe vor dem Weihnachtsgeschäft hofft Apple, den Vormarsch der Konkurrent aufzuhalten.

Laptop mit «Retina-Display»

Zugleich erneuerte Apple wenige Tage vor dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 seine Mac-Computer. Der Desktop-Rechner iMac wurde extrem verschlankt und hat kein CD-Laufwerk mehr. Ein weiteres Modell der Macbook-Laptops bekam einen Bildschirm mit besonders hoher Auflösung.

Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 13,3 Zoll (33,8 cm) hat über vier Millionen Pixel. Mit 2560 mal 1600 Bildpunkten ist die Auflösung damit deutlich höher als bei einem HD-Fernseher.

Apple spricht von einem «Retina-Display», weil das menschliche Auge auf diesen Bildschirmen auf übliche Entfernung keine einzelnen Pixel mehr erkennen könne. Das neue Retina-Macbook kostet in den USA ab 1699 Dollar und damit 500 Dollar weniger als das 15-Zoll-Modell mit ähnlicher Pixel-Dichte.

Aufgefrischt wurde auch der günstigste Apple-Computer, der Mac mini. Eine markante Innovation ist «Fusion Drive», eine Kombination aus schnellem Flash-Speicher und herkömmlicher grosser Festplatte, die Inhalte intelligent zwischen den beiden Medien verteilt und nach aussen hin wie ein Laufwerk erscheint.

(tno/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Apple will mit einem kleinen Bruder für sein iPad die Dominanz im Tablet-Markt gegen neue Konkurrenz verteidigen: Das iPad mini bekommt einen Bildschirm mit einer Diagonale von 7,9 Zoll (rund 20 cm), wie Apple-Marketingchef Phil Schiller im kalifornischen San Jose erklärte. (Lesen Sie die Highlights der Präsentation hier in unserem  Minutenprotokoll nach.)

Zugleich präsentierte der Konzern überraschend schon nach einem halben Jahr die vierte Generation seines grossen iPad. Es soll nun LTE-Netze in mehr Ländern unterstützen und hat zudem einen schnelleren Chip.

Das iPad mini ist extrem dünn, aber etwas grösser als die 7-Zoll-Tablets der Wettbewerber im Taschenformat. Die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Pixeln. Der Verkauf geht am 2. November los. Der Preis ab 329 Dollar in den USA lässt aber noch Raum für Geräte der Konkurrenten, die zum Teil weniger als 200 Dollar kosten.

Apple überliess das Marktsegment kleinerer Tablet-Computer bisher komplett der Konkurrenz - alle bisherigen iPad-Generationen hatten einen 9,7 Zoll grossen Bildschirm (24,6 cm).

Tablet-Markt in Bewegung

Damit fuhr Apple gut: Der Marktanteil wird auf 60 bis 70 Prozent geschätzt, Apple knackte vor zwei Wochen die Marke von 100 Millionen verkauften iPads, wie Konzernchef Tim Cook am Dienstag erklärte. Allerdings sorgten Amazon mit seinem Kindle Fire und Google mit einem Nexus-Tablet für Aufsehen in der 7-Zoll-Klasse.

Zudem kommt in den Tablet-Markt derzeit in allen Grössen Bewegung: Unter anderem kommen demnächst zum Start des Betriebssystems Windows 8 die Surface-Tablets von Microsoft auf den Markt. Von Google wird ein grosses Nexus-Tablet erwartet, auch andere Tablets mit Android-Software stehen in den Startlöchern.

Das alles setzt den Branchenprimus Apple unter Druck. Die Marktforschungsfirma Gartner rechnet damit, dass der iPad-Marktanteil im kommenden Jahr auf 44 Prozent sinken könnte. Als Gewinner sehen die Experten dabei vor allem Windows, das in ihrer Rechnung von 3 auf 13 Prozent vorrücken kann.

Android inklusive des Kindle Fire, das mit einer abgezweigten Version des Google-Systems läuft, bleibt demnach bei 40 Prozent. Mit der Erneuerung der iPad-Reihe vor dem Weihnachtsgeschäft hofft Apple, den Vormarsch der Konkurrent aufzuhalten.

Laptop mit «Retina-Display»

Zugleich erneuerte Apple wenige Tage vor dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 seine Mac-Computer. Der Desktop-Rechner iMac wurde extrem verschlankt und hat kein CD-Laufwerk mehr. Ein weiteres Modell der Macbook-Laptops bekam einen Bildschirm mit besonders hoher Auflösung.

Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 13,3 Zoll (33,8 cm) hat über vier Millionen Pixel. Mit 2560 mal 1600 Bildpunkten ist die Auflösung damit deutlich höher als bei einem HD-Fernseher.

Apple spricht von einem «Retina-Display», weil das menschliche Auge auf diesen Bildschirmen auf übliche Entfernung keine einzelnen Pixel mehr erkennen könne. Das neue Retina-Macbook kostet in den USA ab 1699 Dollar und damit 500 Dollar weniger als das 15-Zoll-Modell mit ähnlicher Pixel-Dichte.

Aufgefrischt wurde auch der günstigste Apple-Computer, der Mac mini. Eine markante Innovation ist «Fusion Drive», eine Kombination aus schnellem Flash-Speicher und herkömmlicher grosser Festplatte, die Inhalte intelligent zwischen den beiden Medien verteilt und nach aussen hin wie ein Laufwerk erscheint.

(tno/sda)


Die aktuelle BILANZ

Sika: Parteipräsidenten für PR-Kampagne missbraucht. Lesen

Burkhalter und Leuthard: Die Jobschaffer beim Bund. Lesen

Das sind die besten Geldmanager. Lesen

Migros-Tochter Mibelle will nach Indien. Lesen

73 Millionen Franken für Sergio Marchione. Lesen

Bill Gates spendet eine Milliarde in der Schweiz. Lesen

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen BILANZ.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die BILANZ alle zwei Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis:

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Mobile lesen